Herkunft
Die Heimat des Estragons liegt in den südrussischen und mongolischen Steppengebieten. Über das östliche Mittelmeergebiet gelangte er mit den Kreuzfahrern nach Nord- und Mitteleuropa. Bereits die Römer kannten Estragon: Sie hielten ihn für ein Heilmittel bei Schlangen-bissen. Es gibt zwei verschiedene Sorten: den russischen und den französischen Estragon. Der französische ist frostempfindlicher, aber feiner im Geschmack als der russische.
Geschmack
Estragon ist ein leicht pfeffrig, manchmal etwas bitter im Geschmack, süßlich duftendes Blattgewürz, das an Fenchel, Anis und Süßholz erinnert. Durch seinen intensiven Geschmack sollte man Estragon sparsam verwenden. Estragon ist eines der edelsten Kräuter und entfaltet sein volles Aroma beim Kochen.
Verwendung
Estragon ist typisch für die französische Küche, ein fester Bestandteil der Fines Herbes und gehört in die Sauce Béarnaise. Er wird für Huhn- und Eiergerichte sowie in Saucen, Salatdressings und Senf-mischungen verwendet. Er schmeckt besonders gut zu Pilzen und Tomaten, aber auch zu Bohnen und Erbsen. Allen Zwiebelgerichten und Speisen, die mit Pfeffer und Paprika gewürzt sind, gibt Estragon den letzten Pfiff.
Würzkombinationen
Das Kraut hat ein so eigenständiges Aroma, dass man es in größeren Mengen nur mit Grundgewürzen wie Schalotten, Pfeffer und Petersilie verwenden sollte. Sparsam dosiert eignet es sich sehr gut für die französische Kräutermischung Fines Herbes; ein Hauch passt sich Kräutermischungen wie der Grünen Sauce aus Frankfurt an.